Wie sicher sind Freiburger Firmen-Websites? 290 Seiten im Check
Von Antonio Pacino, Infinityware · Aktualisiert am 07.10.2026
Jede zehnte Website Freiburger Betriebe hat kein funktionierendes HTTPS. Geprüft habe ich am 25. September 2026 die Websites von 290 Handwerksbetrieben, Praxen und Kanzleien aus Freiburg und dem Umland. Besucher landen dort auf einer unverschlüsselten Seite oder vor einer Fehlermeldung. Im Handwerk betrifft das knapp jede fünfte Website. Unter sechs Adressen ist gar keine Website mehr erreichbar.
Wie viele Websites Freiburger Betriebe haben kein funktionierendes HTTPS?
30 von 290, also gut zehn Prozent. Bei neun ist das Zertifikat abgelaufen oder auf einen anderen Namen ausgestellt. Bei 17 bricht der Aufbau der verschlüsselten Verbindung ab, vier bieten gar keine verschlüsselte Fassung an. Fünf weitere zähle ich nicht mit. Bei ihnen ist nur die Adresse aus dem Branchenverzeichnis fehlerhaft, sie leitet auf eine sauber verschlüsselte Seite weiter.
Was sehen Besucher auf einer solchen Seite?
Das hängt vom Weg ab. Wer über einen Link mit https kommt, sieht eine Fehlermeldung oder eine ganzseitige Sicherheitswarnung. Viele brechen an dieser Stelle ab. Wer die Adresse eintippt, landet meist auf der unverschlüsselten Fassung. Dort steht neben der Adresse „Nicht sicher“. Was jemand ins Kontaktformular tippt, geht unverschlüsselt durchs Netz.
Chrome markiert seit 2018 jede unverschlüsselte Seite so. Google berücksichtigt die Verschlüsselung seit 2014 bei der Reihenfolge der Suchergebnisse. Für einen Betrieb heißt das, dass Anfragen verloren gehen, bevor jemand den ersten Satz gelesen hat. Wie ein Zertifikat funktioniert und warum es selten Geld kostet, erkläre ich im Glossar unter SSL/TLS-Zertifikat.
Wie schnell laden die Seiten auf dem Handy?
Im Median erreichen die Seiten 70 von 100 Punkten. Gemessen habe ich im Testlabor von Google, das ein Mittelklasse-Handy mit gedrosselter Mobilfunkverbindung nachstellt. Der größte sichtbare Inhalt erscheint dort nach 5,6 Sekunden. Bei 85 Prozent der Seiten kommt er später als nach den 2,5 Sekunden, die Google als gut einstuft.
Warum hat Google für die meisten Betriebsseiten keine echten Messwerte?
Weil zu wenige Besucher kommen. Für 231 von 273 gemessenen Seiten, also 85 Prozent, weist Google keine Werte echter Chrome-Nutzer aus. Im Handwerk hat keine einzige Seite der Stichprobe solche Werte. Bei kleinen Betrieben ist das normal. Wenige Besuche am Tag reichen für die Auswertung nicht aus.
Für diese Seiten ist das Testlabor der beste verfügbare Anhaltspunkt. Es ist strenger als der Alltag im Büro-WLAN. Darum zeigt es früh, wo eine Seite auf schwachen Verbindungen bremst.
Wie prüfen Sie Ihre eigene Website?
Mit zwei kostenlosen Schritten in fünf Minuten. Rufen Sie Ihre Adresse einmal mit https:// davor auf. Erscheint Ihre Startseite ohne Warnung, funktioniert die Verschlüsselung. Danach öffnen Sie PageSpeed Insights von Google, geben Ihre Startseite ein und wählen die Auswertung für Mobilgeräte. Ganz oben stehen, falls vorhanden, die Werte echter Besucher.
Ob Verschlüsselung und Handy-Darstellung stimmen, zeigt Ihnen auch mein kostenloser Website-Check in wenigen Sekunden. Die Befunde gehören Ihnen, ob Sie damit zu mir kommen oder zu jemand anderem. Was in meinem Hosting zur Absicherung gehört, steht unter Sicherheit und Backups. Das reicht vom Zertifikat bis zur Überwachung der Erreichbarkeit.
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Wie gut wird Ihre Website gerade gefunden?
Ich prüfe Tempo, Sichtbarkeit bei Google und den Weg bis zur Anfrage. Die Empfehlungen gehören Ihnen, auch wenn Sie sie mit jemand anderem umsetzen.
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